Am vergangenen Sonntag, den 15.März 2026 durften wir Guido Eich im Klosterstift zu Heiligengrabe und zahlreiche Gast-Imker begrüßen. Anhand verschiedener Beispiele erklärte der Referent, wie Imker die „Spuren“ im Bienenvolk richtig deuten können, um den Zustand und die Entwicklung eines Volkes besser zu verstehen.
Hr. Eich teilte viele seiner Erfahrungen aus seiner langjährigen Praxis als Imker und als studierter Biologe mit uns. Beim Lesen unserer mitgebrachten Rähmchen bspw. wurden nur durch deren Analyse Rückschlüsse auf das Alter der Königin oder auch dem Gesundheitszustand bzw. den Milbenbefall des Volkes gezogen.

Wusstet ihr zum Beispiel, dass man schon am Pollen erkennen kann, ob eine Königin im Volk ist oder nicht? Ist der Pollen stumpf, heisst es eine Königin ist da und der Pollen wird gebraucht, um die jungen Bienen zu füttern. Glänzt er, heisst das, der Pollen wird konserviert, also erstmal nicht gebraucht. Das kann darauf hindeuten, dass entweder keine Königin da ist oder sich ein Schwarm bildet. Achtet man auf solche kleinen Anzeichen, kann man schon frühzeitig etwas gegen die Schwarmstimmung unternehmen.
Ebenso aufschlussreich kann es sein, die Bienen zu beobachten, wie sie sich am Flugloch verhalten oder was alles auf dem Bodenbrett landet. Denn der Wachs auf dem Brett zeigt an, wer wann geschlüpft ist oder wer geräubert hat. Vielerlei Kot gibt Aufschluss über Schädlinge im Bienenvolk, ebenso die Gebeine von toten Bienen.
Insgesamt nahmen fast 50 Teilnehmer an der Veranstaltung teil. Neben den Vereinsmitgliedern waren auch zahlreiche Imker aus umliegenden Imkervereinen vertreten. Besonders freute uns, dass sogar Imker aus der Region Schwerin den Weg zu uns nach Heiligengrabe gefunden haben, um an der Weiterbildung teilzunehmen.
Die Teilnehmer verfolgten den Vortrag mit großem Interesse. Sogar in den Pausen war Hr. Eich stets umringt und erlas aus mitgebrachten Bildern der Teilnehmer den Zustand der Bienenvölker. Am Ende waren sich alle einig: Die Weiterbildung war sehr gelungen und bot viele wertvolle Anregungen für die eigene Imkerpraxis. Die Begeisterung der Teilnehmer zeigte deutlich, wie wichtig solche fachlichen Veranstaltungen für den Austausch und die Weiterbildung unter Imkern sind.




